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(1) Als
unkörperlicher und unsterblicher ist der Geist (
mens)
nicht allein Ursache des Erlebens und Handelns eines Menschen
gewesen. Descartes schreibt:
Und auch wenn alle diese
Bewegungen im Körper aufhören, wenn er stirbt und wenn die
Seele ihn verlässt, so kann man daraus doch nicht
schließen, dass sie diese bewirkt hätte; sondern nur, dass
es eine gemeinsame Ursache gibt, die bewirkt, dass der Körper
nicht mehr geeignet ist, sie hervorzubringen, und die auch bewirkt,
dass die Seele aus ihm schwindet.
Es ist wichtig, zu sehen,
dass Descartes auch die sinnlichen Wahrnehmungen und Leidenschaften
der Seele zu den
Bewegungen zählt. Bei der Definition
einer Leidenschaft gibt Descartes stets auch an, dass sie von einer
bestimmte Bewegung der Lebensgeister (
spiritus animales)
begleitet oder veranlasst sei.
Ich füge
außerdem hinzu, dass sie durch bestimmte Bewegungen der
Lebensgeister veranlasst, erhalten und unterstützt werden, um
sie einerseits von unseren Willensregungen zu unterscheiden, die man
als Emotionen der Seele bezeichnen könnte, die sich auf sie
selbst beziehen, die aber von ihr bewirkt sind und auch um ihre
letzte und nächste Ursache zu erläutern, durch welche sie
sich grundsätzlich von den anderen Empfindungen unterscheiden.
Lebensgeister sind laut
Descartes feine Teilchen des Blutes, die ins Hirn gelangen.

Er beschreibt ihre Bewegung
dementsprechend in einem eher physiologischen Vokabular. Der Tod
besteht also nicht bloß im Fortgang der unsterblichen Seele,
sondern im Enden der Bewegungen der Lebensgeister. Dann aber hat auch
das Leben in mehr als der einfachen Anwesenheit des Geistes
bestanden, und der unsterbliche Geist ist bestenfalls ein Teil
dessen, was eine Psychologie zu untersuchen hätte.
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