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RealitätUp: Substanzen Previous: Substanzen Descartes versucht in den
Meditationen, einen unkörperlichen Anteil an der Tätigkeit
des Denkens auszuweisen, der dann möglicherweise unsterblich
ist. Diesem Anteil, den ich kurz unsterbliche Seele oder Geist nenne,
stehen zweierlei gegenüber: das rein Körperliche, von dem
diese unsterbliche Seele unterschieden werden kann und der Mensch als
beseeltes Wesen, das einen Körper hat und die körperlich
bedingten Vermögen der Einbildung und Sinnesempfindung nutzen
kann. Nur zwei dieser drei Dinge nennt Descartes Substanzen: den
reinen Geist und den bloßen Körper.Ich erläutere im
Folgenden Descartes' Substanzbegriff im gleichen Zug wie seinen
Ideebegriff. Beide Erläuterungen sind recht aufwändig, aber
für das Verständnis von Descartes' Denken über das
Erleben und Handeln lebender Menschen ist es wesentlich, seinen
Begriff einer exakten Wissenschaft und deren Gegenstand zu
erörtern. Dazu dient die Untersuchung dessen, was Descartes unter
klarem und deutlichem Wissen und unter dessen Gegenständen, den
Substanzen, versteht.
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