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Wilfrid Sellars, The Role of Imagination in Kant's Theory of Experience, in Categories: A Colloquium, ed. Henry W. Johnstone, Jr. (Pennsylvania State University, 1978).

Sellars unterscheidet:

  • act of perceiving
  • object perceived
  • what the oject is perceived as (Abschn. 5-6)

Er fügt später hinzu:

  • what we perceive of the object (Abschn. 22)

Z.B. sehen wir einen Apfel als Frucht mit Innerem, aber wir sehen nicht das Fruchtsein oder das Innere des Apfels.

Er betont außerdem, dass die Subjektterme von Wahrnehmungsurteile eine komplexe Form haben müssen. Statt der Form "Dies ist F" haben sie die Form "Dies S ist F." "Dies F" ist hier ein "complex Mentalese demonstrative" (Abschn. 10).

What is taken or, if I may so put it, believed in is represented by the complex demonstrative phrase; while that which is believed about the object is represented by the explicitly predicative phrase which follows (Abschn. 10).

Sellars unterscheidet dann zwischen

  • imaging
  • imagining
  • perceiving
Thus, imagining a cool juicy red apple (as a cool juicy red apple) is a matter of (a) imaging a unified structure containing as aspects images of a volume of white, surrounded by red, and of mutually pervading volumes of juiciness and coolth, (b) conceptualizing this unified image-structure as a cool juicy red apple. (Abschn. 23)

Das, was hier durch die Einbildungskraft hervorgebracht wird (das "image-model") ist wesentlich perspektivisch. Der Gegenstand selbst ist nicht perspektivisch.

Die Unterscheidung zwischen Begriffen und Schemata erlätert Sellars wie folgt: Der Begriff von X ist der Begriff dessen, was verschiedene Erfahrungen von X zugrundeliegt. Das dazugehörige Schema ist eine Familie perspektivischer Bezugnahmen auf X (Abschn. 33). Sellars unterscheidet also weiter:

  • Begriff von X
  • Bild von X
  • Schema des Begriffes von X

Das Schema vermittelt zwischen den Bildern von X und dem Begriff von X.

Abschn. 38: Anschauungen haben zwei Komponenten:

  • ein komplexes Bild-Modell,
  • einen komplexen demonstrativen Begriff.

Erseres ist das, was wir vom Gegenstand wahrnehmen; der komplexe demonstrative Begriff ist dagegen nichts, was wir vom Gegenstand wahrnehmen, sondern (so wie das Bild-Modell auch) das, als was wir den Gegenstand wahrnehmen. Was wir nicht vom Gegenstand sehen, obwohl wir ihn als es sehen, sind seine "kategorialen" Merkmale (Substanzialität, Kausale Wirkung etc.) (Abschn. 39).


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